Freitag, 21.06.2024

Dexit: Austritt aus der EU könnte Deutschlands Wirtschaft stark beeinträchtigen

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Wolfgang Ebert
Wolfgang Ebert
Wolfgang Ebert ist ein erfahrener Journalist mit den Schwerpunkten Wirtschaft und Finanzen.

Ein Austritt aus der EU, auch ‚Dexit‘ genannt, würde Deutschland laut einer Untersuchung von Ökonomen schweren wirtschaftlichen Schaden zufügen. Die Experten vergleichen die möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen eines Dexit mit den bereits eingetretenen Folgen des Brexit für Großbritannien.

Der Verlust des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) wird auf etwa 5,6 Prozent oder rund 690 Milliarden Euro nach fünf Jahren geschätzt. Es könnten rund 2,5 Millionen Arbeitsplätze verloren gehen. Deutschland ist aufgrund der engen Verflechtung mit anderen EU-Staaten und der Mitgliedschaft im Euro stärker betroffen als Großbritannien. Bisherige Freihandelsabkommen Großbritanniens zeigen nur geringe positive Auswirkungen auf die Wirtschaftsleistung.

Ein Dexit würde bewusst eine schwere ökonomische Krise und einen nachhaltigen Wohlstandsverlust der Bevölkerung in Deutschland auslösen. Die potenziellen wirtschaftlichen Schäden eines Dexit werden als vergleichbar mit den volkswirtschaftlichen Wertschöpfungsverlusten der Corona-Pandemie und der Energiekostenkrise nach dem russischen Überfall auf die Ukraine eingeschätzt.

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