Donnerstag, 13.06.2024

Ökonom Michaelowa fordert: Schwellenländer müssen sich bei Klima-Finanzierung stärker engagieren

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Uwe Simon
Uwe Simon
Uwe Simon ist ein erfahrener Politikredakteur, der mit seiner Präzision und Gründlichkeit überzeugt.

Der renommierte Ökonom Michael Michaelowa hat in Bezug auf die Klima-Finanzierung ein starkes Engagement der Schwellenländer gefordert. In einem kürzlich veröffentlichten Artikel betonte er die Diskrepanz zwischen den Finanzierungsansprüchen der Industrieländer und den Bedürfnissen der Entwicklungsländer.

Ursprünglich sollten jährlich 100 Milliarden US-Dollar an Klimafinanzierung in Entwicklungsländer fließen. Allerdings haben Entwicklungsländer bereits ab 2025 eine zehnfache Erhöhung dieser Summe gefordert. Diese Forderung verdeutlicht die wachsende Kluft in den Finanzierungsansprüchen zwischen Industrie- und Entwicklungsländern.

Ein weiteres Problem liegt in der begrenzten Verfügbarkeit von privatem Kapital in Entwicklungsländern. Dies stellt ein Hemmnis für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen dar und erfordert eine verstärkte Unterstützung.

Deutschland hat sich dazu verpflichtet, 6 Milliarden Euro für Klimaschutz in Entwicklungsländern bereitzustellen, während die USA 3 Milliarden Dollar für Klimaschutz zugesagt haben. Frankreich hingegen investiert einen Großteil seiner Klimaschutzmittel in seine Überseeterritorien.

Michaelowa betonte, dass die Diskussion um Klimafinanzierung und die Verantwortung von Industrie- und Entwicklungsländern von großer Bedeutung ist. Er plädierte dafür, private Investitionen im Klimabereich als Lösungsansatz zu betrachten. Nur durch ein gemeinsames Engagement von Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern könne die dringend benötigte Klimafinanzierung effektiv umgesetzt werden.

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