Donnerstag, 13.06.2024

Zunahme von Gewalt und Drohungen gegen LGBTIQ-Menschen in Deutschland

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Wolfgang Ebert
Wolfgang Ebert
Wolfgang Ebert ist ein erfahrener Journalist mit den Schwerpunkten Wirtschaft und Finanzen.

Im Rahmen einer aktuellen Studie wurde festgestellt, dass LGBTIQ-Menschen in der Europäischen Union und einigen Kandidatenländern vermehrt Gewalt und Belästigung aufgrund ihrer sexuellen Identität erfahren. Diese alarmierenden Ergebnisse spiegeln sich auch in Deutschland wider, wo die LGBTIQ-Community überdurchschnittlich stark von Gewalt und Bedrohungen betroffen ist, insbesondere an Schulen.

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass 54 Prozent der befragten LGBTIQ-Personen verbal belästigt oder bedroht wurden, während 14 Prozent tatsächlich Gewalt erlebt haben. In Deutschland waren die Zahlen mit 57 Prozent Belästigung und 16 Prozent Gewalt noch höher, obwohl die Erfahrungen mit Diskriminierung etwa im EU-Durchschnitt liegen.

Besonders besorgniserregend sind die Umfragewerte von LGBTIQ-Kinder und Jugendlichen, von denen zwei Drittel über Mobbing an Schulen berichtet haben. Die dramatische Lage an Schulen spiegelt die anhaltende Diskriminierung und Gewalt wider, mit denen LGBTIQ-Personen konfrontiert sind.

Die Studie weist auch auf Diskriminierung durch Behörden, Gesundheitseinrichtungen, Schulen und Firmen hin. Trotz Anzeichen für Fortschritte bleibt Mobbing, Belästigung und Gewalt eine ständige Bedrohung für die LGBTIQ-Community. Insbesondere für Menschen, die sich nicht mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizieren, sind die Risiken von Übergriffen, psychischen Problemen und Obdachlosigkeit besonders hoch.

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