Dienstag, 14.04.2026

Kraftstoffpreise treiben Kosten fürs Autofahren im März 2026 merklich nach oben

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Marburger Post Redaktion

Die Preise für Waren und Dienstleistungen rund ums Autofahren lagen im März 2026 um 6,7 % über dem Vorjahresniveau. Treiber der Entwicklung waren vor allem deutlich höhere Kraftstoffpreise. Insgesamt stiegen die Verbraucherpreise im gleichen Zeitraum um 2,7 %.

Starker Preisanstieg bei Kraftstoffen und einzelnen Kfz-Leistungen

Kraftstoffe verteuerten sich im März 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 20,0 %. Besonders hoch fiel der Anstieg bei Dieselkraftstoff aus, der 29,7 % teurer wurde. Superbenzin kostete 17,3 % mehr, Autogas 1,1 %.

Weitere Posten rund ums Auto legten ebenfalls zu. Reparatur, Inspektion und Parkgebühren stiegen um 4,1 %. Gebrauchtwagen verteuerten sich um 2,9 % und Leistungen von Fahrschulen sowie Führerscheingebühren um 2,8 %. Neuwagen einschließlich Wohnmobile zogen um 2,4 % an. Unterdurchschnittliche Zuwächse verzeichneten Kraftfahrzeugversicherung und Mieten für Garage und Stellplatz mit jeweils 1,4 %. Günstiger als vor einem Jahr waren Ersatzteile, Zubehör und Pflegemittel, hier sank der Preis um 1,3 %.

Öffentlicher Verkehr: Kombitickets teurer nach Deutschlandticket-Erhöhung

Auch bei Fahrkarten gab es spürbare Veränderungen. Die Preise für kombinierte Tickets für Bus und Bahn stiegen im März 2026 binnen Jahresfrist um 6,2 %. Maßgeblich hierfür ist die Preiserhöhung beim Deutschlandticket im Januar 2026. Eine Fahrt im Nahverkehr wurde 5,3 % teurer, im Fernverkehr lag der Anstieg bei 1,4 %.

Mittelfristiger Vergleich und Auswirkungen auf Haushaltsausgaben

Ein Blick auf fünf Jahre zeigt unterschiedliche Entwicklungen. Der Kraftfahrer-Preisindex stand 2025 um 31,2 % höher als 2020, während die Verbraucherpreise insgesamt im selben Zeitraum um 21,9 % stiegen. Stark gestiegen sind unter anderem Kfz-Versicherungen mit 63,0 %, Gebrauchtwagen mit 45,3 % und Fahrschulen sowie Führerscheingebühren mit 42,7 %. Kraftstoffe insgesamt verteuerten sich seit 2020 um 37,5 %. Innerhalb dieser Gruppe stiegen Autogaspreise um 76,2 %, Dieselkraftstoff um 44,2 % und Superbenzin um 34,9 %.

Reparaturkosten, Ersatzteile und Neuwagen legten zwischen 2020 und 2025 ebenfalls überdurchschnittlich zu. Geringer fielen die Zuwächse bei Mieten für Garagen und Stellplätze mit 7,2 % sowie bei der Kraftfahrzeugsteuer mit 2,3 % aus. Im Bus- und Bahnverkehr stiegen die Preise für Fahrten im Nahverkehr seit 2020 um 20,1 %, im Fernverkehr blieben sie annähernd auf dem Niveau von 2020 mit einem Plus von 0,5 %. Gleichzeitig sanken die Preise für kombinierte Tickets für Bus und Bahn um 18,0 %, was hauptsächlich auf die Einführung des Deutschlandtickets im Mai 2023 zurückgeht.

Mobilität bleibt ein wichtiger Ausgabenblock privater Haushalte. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes entfielen 2023 im Schnitt 11,9 % der Konsumausgaben auf Verkehr, das entspricht 361 Euro pro Monat. Damit liegt dieser Bereich hinter Wohnen und Nahrungsmitteln an dritter Stelle. Gegenüber 2018 sanken die monatlichen Mobilitätsausgaben nominal von 379 Euro auf 361 Euro und der Anteil an den Konsumausgaben von 14,0 % auf 11,9 %. Die höchsten Anteile entfielen 2023 auf Anschaffung und Leasing von Pkw mit 104 Euro und auf Kraftstoffe und Schmierstoffe mit 100 Euro. Die Ausgaben für Personenbeförderungsleistungen lagen im Mittel bei 47 Euro, davon 31 Euro für Bus, Bahn oder Taxi.

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