Das Geschäftsklima in der deutschen Autoindustrie hat sich im Februar spürbar verbessert. Der ifo Indikator stieg von minus 19,1 Punkten im Januar auf minus 15,6 Punkte. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Lage deutlich positiver, während die allgemeinen Geschäftserwartungen etwas nachgaben.
Aktuelle Lage und Erwartungen
Die ifo Befragung weist für Februar einen Anstieg des Geschäftsklimas aus. Die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage fiel im Monatsvergleich besser aus. Gleichzeitig gaben die befragten Unternehmen leicht schlechtere Geschäftserwartungen für die kommenden Monate an. Die ifo Expertin Anita Wölfl sieht in der regionalen Nachfrage eine Stütze für die Branche. Sie erklärt, die Nachfrage aus der Europäischen Union, besonders nach Elektrofahrzeugen, wirke weiterhin unterstützend für die deutsche Autoindustrie.
Exporterwartungen und Auftragslagen
Die Erwartungen für das Auslandsgeschäft entwickelten sich positiv. Die ifo Exporterwartungen kletterten auf 10,8 Punkte nach 8,5 Punkten im Januar. Nach Angaben des Instituts füllen sich die Auftragsbücher der Unternehmen wieder stärker, und die Firmen rechnen in den kommenden Monaten mit besseren Auslandsgeschäften.
Elektromobilität als treibender Faktor
Die wachsende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen bleibt ein zentraler Treiber für die Industrie. Laut Kraftfahrt Bundesamt überschritt die Zahl der in Deutschland zugelassenen Pkw mit reinem Elektroantrieb zum 1. Januar 2026 erstmals die Marke von zwei Millionen Fahrzeugen. Die Außenhandelsstatistik weist zudem für das Jahr 2025 Exporterlöse aus dem weltweiten Handel mit Elektro Pkw von mehr als 40 Milliarden Euro aus. Das entspricht einem Plus von 6,5 Prozent gegenüber 2024. Mehr als die Hälfte dieser Exporte entfiel auf andere Länder der Europäischen Union, an der Spitze standen die Niederlande, Belgien, Frankreich und Dänemark.
Insgesamt beschreibt die ifo Auswertung eine Branche, die sich angesichts positiver Impulse aus dem Ausland und insbesondere durch die Elektromobilität moderat erholt, aber weiterhin mit negativen Gesamtwerten beim Geschäftsklima konfrontiert ist.
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