Im Jahr 2025 war nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts jede sechste getötete Person im Straßenverkehr mit dem Fahrrad unterwegs. Insgesamt starben 462 Radfahrerinnen und Radfahrer bei Unfällen, davon 217 Personen auf Pedelecs. Die Zahl der getöteten Radfahrenden stieg damit im Vergleich zu 2024 um 3,8 %. Langfristig liegt der Anstieg seit 2015 bei 20,6 %.
Entwicklung der Unfallzahlen
Das Statistische Bundesamt führt den Anstieg der getöteten Radfahrenden vor allem auf die wachsende Zahl tödlicher Unfälle mit Pedelec Nutzenden zurück. Während 2015 noch 36 Pedelec Fahrende bei Unfällen ums Leben kamen, waren es 2025 nach den vorläufigen Daten 217. Insgesamt stieg die Zahl der Verkehrstoten 2025 im Vergleich zu 2024 um 1,8 %. Seit 2015 ging die Gesamtzahl der Verkehrstoten jedoch um 18,4 % zurück.
Ältere Radfahrende besonders gefährdet
Deutlich überproportional betroffen sind ältere Menschen. 61,5 % der tödlich verunglückten Radfahrenden waren 65 Jahre oder älter. Bei Fahrten ohne Hilfsmotor lag der Anteil bei 56,3 %, bei Pedelec Fahrenden bei 67,3 %.
Wer war beteiligt und wer trägt die Schuld
An 66,5 % der 95 794 Fahrradunfälle mit Personenschaden war mindestens eine weitere Verkehrsteilnehmerin oder ein weiterer Verkehrsteilnehmer beteiligt. In 69,8 % dieser Fälle handelte es sich um Autofahrerinnen oder Autofahrer, das sind 44 463 Unfälle. Fast ein Drittel der Unfälle mit Personenschaden waren Alleinunfälle, das heißt es war kein weiteres Fahrzeug beteiligt.
Wenn es eine andere Unfallpartei gab, liegt die Hauptschuld bei den Radfahrenden in 28,6 % der Fälle. Die Schuldquoten unterscheiden sich jedoch nach Unfallgegner. Bei Zusammenstößen mit Fußgängerinnen und Fußgängern wurde den Radfahrenden in 58,1 % der Fälle die Hauptschuld zugeschrieben. Bei Kollisionen mit Krafträdern lag dieser Anteil bei 54,7 %. Beteiligten Autofahrerinnen und Autofahrern wurde in 25,3 % der Fälle die Hauptschuld zugewiesen. Bei Unfällen mit Güterkraftfahrzeugen betrug der Anteil 21,4 %.
Pedelec Kollisionen mit Fußgängerinnen und Fußgängern
Im Jahr 2025 gab es 1 038 Unfälle mit Personenschaden, an denen jeweils eine Person zu Fuß und eine Person auf einem Pedelec beteiligt waren. Bei Begegnungen von Fußgängerinnen oder Fußgängern mit Fahrrädern ohne Hilfsmotor wurden 3 399 entsprechende Unfälle registriert. Auf 100 Unfälle mit Pedelec Beteiligung entfielen im Mittel 16 Schwerverletzte und 119 Leichtverletzte. Getötet wurde in diesen Fällen niemand. Bei Unfällen mit Fahrrädern ohne Hilfsmotor kamen auf 100 Unfälle 0,2 Getötete, 14 Schwerverletzte und 110 Leichtverletzte.
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