Das ifo Geschäftsklima im Wohnungsbau hat sich im Februar leicht verbessert. Der Index stieg von -20,8 Punkten im Januar auf -17,6 Punkte im Februar. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Lage positiver und die Unsicherheit in den Erwartungen nahm deutlich ab. Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen, sagte: „Die Stimmung verbesserte sich zwar, aber die Branche ist noch nicht über den Berg. In den Auftragsbüchern zeigt sich die Belebung bislang kaum.“
Klimadaten im Überblick
Der ifo Indikator signalisiert damit eine leichte Aufhellung, verbleibt aber klar im negativen Bereich. Die Verbesserung ergibt sich aus einer positiveren Einschätzung der gegenwärtigen Lage und weniger pessimistischen Erwartungen für die kommenden Monate. Insgesamt bleibt das Niveau des Geschäftsklimas jedoch deutlich unter dem Bereich, der auf Stabilität oder Wachstum hindeuten würde.
Nachfrage und Auftragslage
Bei der konkreten Auftragslage zeigen sich nur verhaltene Anzeichen einer Besserung. Der Anteil der Unternehmen im Wohnungsbau, die über zu wenige Aufträge klagen, verringerte sich im Februar von 49,8 auf 48,0%. Gleichzeitig stieg der Anteil der Firmen, die von abgesagten Bauprojekten berichten, leicht von 11,1 auf 11,3%. Damit bleiben viele Betriebe mit ihren Auftragsbeständen unzufrieden.
Bewertung und Ausblick
Analysten und ifo Vertreter werten die Zahlen als ersten Hinweis auf eine Stabilisierung, betonen aber zugleich die Vorsicht. Wohlrabe weist darauf hin, dass sich die positive Stimmung noch nicht in den Auftragsbüchern widerspiegelt und dass die Branche daher für eine nachhaltige Erholung noch Hürden überwinden muss. Kurzfristig ist mit weiteren schwankenden Signalen in Nachfrage und Projektumsetzung zu rechnen.
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