Freitag, 19.07.2024

Streit zwischen Höcke und Krah: Wie sich das völkische Lager der AfD spaltet

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Michael Örthel
Michael Örthel
Michael Örthel ist ein erfahrener Kulturjournalist, der mit seinen kritischen Analysen zum Nachdenken anregt.

Im völkischen Lager der AfD brodelt es: Ein Konflikt zwischen Maximilian Krah und René Aust spaltet die Partei. Mit Björn Höcke als zentrale Figur geraten Angriffe, Vorwürfe und Verteidigungen in den Fokus der internen Machtkämpfe.

Der Streit flammt auf, nachdem die Europaabgeordneten der AfD Maximilian Krah ausschließen und René Aust zum neuen Delegationsleiter wählen. Doch dies löst einen Shitstorm aus Krahs Unterstützerkreis gegen Aust aus. Überraschend steht zunächst Höcke an Austs Seite und verteidigt ihn öffentlich, anstatt Krah Rückendeckung zu geben.

Kritik prasselt auf die Parteichefs Alice Weidel und Tino Chrupalla nieder, während Höcke seine Positionierung im völkischen Lager neu auslotet. Früher ein Unterstützer von Krah, wechselt er nun die Seiten und schließt sich Aust an. Diese Entwicklungen reißen tiefe Gräben innerhalb des völkischen Lagers auf, besonders in den ostdeutschen völkischen Kräften, die durch Höckes Positionierung gespalten sind.

Ein bevorstehender Parteitag verspricht hitzige Diskussionen, insbesondere um Krahs und Bystrons Skandale. Rechtsextreme Kräfte zeigen verstärkt Interesse, pragmatisch-machtorientierte Parteichefs zu beeinflussen und zu übernehmen. Langfristig könnten Höckes Handlungen dazu führen, dass sich die AfD intern stark verändert.

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