Montag, 15.07.2024

Müssen Verluste bei illegalen Sportwetten nachträglich erstattet werden?

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Oleksa Jamus
Oleksa Jamus
Oleksa Jamus ist ein aufstrebender Journalist mit einem Talent für packende Reportagen aus aller Welt.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) steht vor der Entscheidung, ob Verluste bei illegalen Internet-Sportwetten nachträglich erstattet werden müssen. Diese Frage wirft unterschiedliche Urteile auf und sorgt für Unsicherheit im Bereich des deutschen Glücksspielstaatsvertrags.

Ein Fall, der diese Problematik aufzeigt, betrifft den österreichischen Wettanbieter Betano. Dieser musste einem Kläger seine Wettverluste in Höhe von 11.984 Euro zurückzahlen, nachdem der Bundesgerichtshof (BGH) feststellte, dass Betano zum Zeitpunkt der Wetten 2018 keine deutsche Konzession innehatte.

Der BGH fällte allerdings kein Grundsatzurteil, da Betano die Revision zurückzog. Stattdessen will das Landgericht Erfurt Fälle dem EuGH zur europarechtlichen Prüfung vorlegen. Diese Entwicklungen spiegeln die Unsicherheit wider, die im Zusammenhang mit der Konzessionsvergabe und unerlaubten Internet-Sportwetten besteht.

Darüber hinaus steht eine Entscheidung des EuGH zu Online-Casinos bevor, die ebenfalls Auswirkungen auf das Glücksspielrecht haben könnte. Die Rückforderung von Wettverlusten gegen unverschuldet konzessionslose Wettanbieter könnte vom Europäischen Gerichtshof abgelehnt werden, was zu weiterer Unsicherheit in diesem Bereich führen würde. Die Rechtslage ist nicht eindeutig, und es herrscht Unsicherheit über die mögliche Rückzahlung von Spiel- und Wettverlusten.

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