Montag, 16.03.2026

Speisepilzernte 2025 leicht gewachsen vor allem wegen Champignons

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Marburger Post Redaktion

In Deutschland wurden 2025 in Betrieben mit mindestens 0,1 Hektar Produktionsfläche 78 400 Tonnen Speisepilze geerntet. Damit stieg die Erntemenge gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Prozent beziehungsweise 760 Tonnen. Den Löwenanteil bildeten Champignons: Sie machten 76 800 Tonnen beziehungsweise 97,9 Prozent der Gesamtmenge aus.

Ernteentwicklung und Sortenstruktur

Die Champignonernte legte im Jahresvergleich um 1,4 Prozent zu und lag 4,6 Prozent über dem zehnjährigen Durchschnitt von 2015 bis 2024. Insgesamt war die Speisepilzernte 2025 um 4,4 Prozent beziehungsweise 3 280 Tonnen höher als im Durchschnitt dieses Zeitraums. Neben Champignons wurden Kräuter- und Austernseitlinge, Shiitake und weitere Spezialpilze geerntet, sie machten jedoch nur einen kleinen Anteil der Gesamtmenge aus.

Fast die Hälfte der geernteten Speisepilze wurde in ökologisch bewirtschafteten Betrieben erzeugt. 47,4 Prozent der Erntemenge entsprechen 37 200 Tonnen; davon entfielen 36 500 Tonnen auf Champignons, was einem Anteil von 98,2 Prozent an der ökologischen Produktion entspricht.

Flächenentwicklung und regionale Verteilung

Die gesamte Erntefläche für Speisepilze belief sich 2025 auf 355 Hektar. Damit war die Fläche gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert und lag 0,2 Prozent höher. Im Vergleich zum Durchschnitt 2015 bis 2024 ergab sich ein Plus von 4,2 Prozent. Etwa die Hälfte der Fläche, 50,1 Prozent, wurde ökologisch bewirtschaftet.

Die Anbaufläche für Champignons betrug 342 Hektar und stieg im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls um 0,2 Prozent. Gegenüber dem zehnjährigen Durchschnitt war sie um 3,8 Prozent größer. Die größten Anbauflächen verzeichneten Niedersachsen mit 200 Hektar und Nordrhein Westfalen mit 80 Hektar.

Methodische Hinweise

Die Angaben beziehen sich auf Produktionsflächen aller Art in Gebäuden, Gewächshäusern, Kellern, Grotten, Gewölben und im Freiland. Erfasst wird die tatsächliche Regalbodenfläche oder Kulturoberfläche, wobei Mehrfachnutzung innerhalb eines Jahres berücksichtigt wird. Seit Beginn der Erhebung 2012 wurde die ökologische Erzeugung teils teilweise und vollständig unterschieden. Ab 2025 wird die Produktion entweder der ökologischen oder der konventionellen Erzeugung zugerechnet, weil Betriebe nur ausnahmsweise beide Produktionsweisen verfolgen. Aus diesem Grund ist ein vollständiger Vergleich der ökologischen Erzeugung mit den Vorjahren nicht möglich.

Weitere detaillierte Zahlen zu Betrieben, Ernteflächen und Erntemengen der einzelnen Speisepilzarten sind in der Tabelle 41214 0001 der Datenbank GENESIS Online verfügbar.

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