Zum Jahresende 2025 waren in Deutschland knapp 4,8 Millionen Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von rund 106 200 Megawatt installiert. Das teilte das Statistische Bundesamt mit und bestätigte damit einen Zuwachs bei der Anlagenzahl von 17,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während die installierte Leistung um 11,8 Prozent stieg. Kleinere Systeme, die nicht in das öffentliche Netz einspeisen oder keinen Einspeisezähler haben, sind in der Statistik in der Regel nicht erfasst.
Zuwachs bleibt hoch, Wachstumsrate aber gedämpft
Die Zahl der installierten Photovoltaikanlagen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht, jedoch hat sich das Tempo des Ausbaus zuletzt abgeschwächt. Zum Jahresende 2024 lagen die Zuwächse noch deutlich höher: Damals waren 27,7 Prozent mehr Anlagen installiert als ein Jahr zuvor. Die Statistik erfasst ausschließlich Anlagen, die Strom in die Netze der öffentlichen Versorgung einspeisen und über einen entsprechenden Messzähler verfügen.
Importe und Exporte entwickeln sich unterschiedlich
Der Wert der importierten Solarzellen und Solarmodule sank 2025 gegenüber 2024 um 7,8 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Die Exporte fielen deutlich stärker: Sie gingen um 30,1 Prozent zurück und lagen bei 358 Millionen Euro. Damit war der Importwert nahezu fünfmal so hoch wie der Exportwert.
China bleibt mit großem Abstand der wichtigste Lieferant: 88,0 Prozent der importierten Photovoltaikanlagen kamen 2025 aus der Volksrepublik. Auf dem zweiten Platz folgen die Niederlande mit 5,2 Prozent. Die deutschen Exporte gingen überwiegend an europäische Abnehmer, vor allem nach Italien mit 15,9 Prozent, nach Österreich mit 14,8 Prozent und in die Schweiz mit 7,2 Prozent.
Heimische Produktion von Solarmodulen stark rückläufig
Die Produktion von Solarmodulen in Deutschland ist deutlich gesunken. In den ersten drei Quartalen 2025 wurden 509 200 Module hergestellt, das waren 60,6 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bereits 2024 hatte die Produktion stark nachgegeben: Im gesamten Jahr 2024 wurden gut 1,5 Millionen Module produziert, 2023 waren es noch knapp 3,5 Millionen Stück.
Einnahmen privater Haushalte und methodische Hinweise
Solarstrom lieferte 2023 Einnahmen für 4,9 Prozent der privaten Haushalte in Deutschland, das sind rund 2,0 Millionen Haushalte. 2018 waren es 2,9 Prozent beziehungsweise etwa 1,2 Millionen Haushalte. Die durchschnittlichen Einnahmen aus dem Stromverkauf lagen 2023 bei 153 Euro pro Monat und damit 37 Prozent unter dem Wert von 2018, als der Durchschnitt bei 243 Euro lag. Als eine mögliche Ursache für den Rückgang nennt Destatis die sinkenden Einspeisevergütungen nach dem Erneuerbare Energien Gesetz.
Die Angaben basieren auf der Außenhandelsstatistik und Produktionserhebungen des Statistischen Bundesamtes. Erfasst werden Anlagen, die in das öffentliche Netz einspeisen und über Messzähler verfügen. Die Produktionszahlen beziehen sich auf Betriebe des Produzierenden Gewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten. Weitere Daten und Zeitreihen sind in der Datenbank GENESIS-Online einsehbar, so das Amt.
Quelle anzeigen

