Rund 64 300 Personen haben im Jahr 2025 einen neuen Ausbildungsvertrag zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann geschlossen. Das sind nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes etwa acht Prozent beziehungsweise 4 900 Auszubildende mehr als im Vorjahr. Insgesamt befanden sich zum 31. Dezember 2025 rund 158 000 Menschen in einer Pflegeausbildung und damit so viele wie noch nie seit Einführung der generalistischen Ausbildung.
Zahlen und Entwicklungen
Von den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen entfielen rund 71 Prozent auf Frauen und 29 Prozent auf Männer. Konkrete Werte geben 45 800 Frauen und 18 500 Männer an. Die Zahl der Männer in der Ausbildung stieg damit gegenüber 2024 deutlicher an als die der Frauen. Sie legte um 15 Prozent zu, nach 16 200 männlichen Neuverträgen im Vorjahr. Die Zahl der Frauen wuchs um rund sechs Prozent.
Im längerfristigen Vergleich hat der Anteil der Männer an den Neuverträgen seit 2020 um fünf Prozentpunkte zugenommen. Zum Start der generalistischen Ausbildung im Jahr 2020 betrug der Männeranteil 24 Prozent, der Frauenanteil 76 Prozent.
Pflegestudium und akademische Abschlüsse
Daneben begannen im Jahr 2025 nach vorläufigen Angaben etwa 800 Studierende ein Pflegestudium. Zum Jahresende waren rund 1 800 Personen in einem Pflegestudium eingeschrieben. Auch unter den Studierenden ist der Frauenanteil hoch. Bei den neu eingeschriebenen Studierenden entfielen 77 Prozent auf Frauen und 22 Prozent auf Männer.
Das Pflegestudium, das seit 2024 vergütet und finanziert wird, verbindet praktische und theoretische Inhalte und schließt mit dem Bachelor ab. Die staatliche Prüfung zur Berufszulassung ist Teil der hochschulischen Abschlussprüfung. Absolventinnen und Absolventen können die Berufsbezeichnung Pflegefachfrau beziehungsweise Pflegefachmann in Kombination mit dem akademischen Grad führen.
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